Die Seminarfacharbeit ist eine Arbeit, welche von Schülern der Oberstufe (Klassenstufe 10-12) angefertigt werden muss. Die Schüler sollen an das wissenschaftliche Arbeiten herangeführt werden. Für die Semnarfacharbeit wird eine Note vergeben. Diese Note kann der Schüler in das Abitur einbringen. Dafür entfällt dann eine der beiden mündlichen Prüfungen.

Nach der Thüringer Schulordnung (ThürSchulO) sind die Aufgaben des Seminarfaches bzw. der Seminarfacharbeit die folgenden:

„Im Seminarfach sollen die Schüler vertiefend zu selbstständigem Lernen und wissenschaftlichem Arbeiten geführt werden, problembezogenes Denken soll initiiert und geschult sowie Sozialformen des Lernens trainiert werden, die sowohl Selbstständigkeit als auch Kommunikations- und Teamfähigkeit verlangen und die Schüler veranlassen, über ihre Stellung in der Arbeitsgruppe zu reflektieren. Das Seminarfach zielt auf die Schulung von Kompetenzen.“ (ThürSchulO §75 Abs. 4)

In der Klassenstufe 10 gibt es das Fach „Seminarfach“, welches entweder im 1. oder im 2. Halbjahr im Umfang von einer Doppelstunde stattfindet. Im Seminarfach werden Inhalte besprochen, welche notwendig sind, eine Seminarfacharbeit selbstständig zu planen und anzufertigen.

In der Klassenstufe 11 werden Gruppen für das Anfertigen der Seminarfacharbeit gebildet. Diese Gruppen von 3-5 Schülern erarbeiten Themenvorschläge und verteidigen diese. Die Fachgruppe Seminarfach legt schließlich fest, welches Thema von der Gruppe bearbeitet werden soll. Im Laufe der Klassenstufe 11 werden mindestens 4 Pflichtkonsultationen mit dem Betreuer durchgeführt.

In der Klassenstufe 12 wird die Seminarfacharbeit bis zu den Herbstferien beendet und in einem Kolloquium vorgestellt. Die Gesamtnote ergibt sich aus dem Prozess der Erstellung (20%), der Arbeit selbst (30%) sowie dem Kolloquium (50%). Der Schüler kann anschließend entscheiden, ob er diese Note in das Abitur einbringen möchte.

Das Formular für die Wahl eines Themas für die Erstellung einer Seminarfacharbeit befindet sich hier: Link.